Archiv für den Monat: Mai 2011

24. Mai 2011

[mit macht kleben]

jeder macht einmal fehler –
und wer an der macht klebt,
klebt am fehler

„darauf hoffen alle, die vom klebenden loskommen wollen“, kommentiert zennn politische ereignisse und erwartungen.
„opa sagte“, sagt tiln rom: „was lernt man aus fehlern? daß der erbaute mist bestand hat.“

24. Mai 2011

[mehr tote gefordert]

„+++ eilmeldung! +++“
„… fordert erstes todesopfer“

„das zweite und das dritte opfer haben es nicht mehr so eilig“, sagt tiln rom, bei dem die aufregung sich nicht mehr sonderlich regt. „eile mit weile“. er will schon abdrehen, da erhebt zennn ein dünnes stimmchen: „wer fordert? … die eilmeldung?“
„derselbe, der in anderen fällen fürsorgt“, ist die antwort tiln roms, die für klärung sorgt. „heute dies, morgen das und in zukunft:

ab sofort: endlich mit mehr toten!
ab morgen mit noch mehr toten!
und überübermorgen mit immer noch mehr toten!

24. Mai 2011

[kuh, rappen & ochse rappen]

„rappen als schulfach“
ochse als lehrer?

zennn ist ratlos, nicht sprachlos.
„lesen! aber gewußt wie!“ trumpft tiln rom auf. „rappen = räbbn!“
‚das hilft auch nicht weiter‘, denkt zennn, nun sprach- und mutlos.
dagegen das: >>>:

steckenpferd als beruf

24. Mai 2011

[die lehre für ein butterbrot]

laß dir das eine lehre sein
– für was, darfst du dir selbst aussuchen

„das ist die freiheit der lehre!“ freut sich zennn, der bei einem wirklich alten meister in die lehre ging.
nicht für ein butterbrot und einen apfelschnitzen sondern für nichts bekam er diesen letzten rat mit auf seinen weiteren weg.

24. Mai 2011

[das ist das nicht]

das dass so ist, dass merkt man erst wenn man dass liest

„was? daß was so ist?“ frägt mich zennn. „du schreibst hier ohnehin alles falsch!“
dass kann ich nicht auf mir sitzen lasen, schreibe ich – und damit schlus!

24. Mai 2011

[war das was und was sein wird]

was wahr war wird es immer bleiben
was nie war, kann noch werden

„so so“, sagt tiln rom. „was damals recht war, kann heute nicht unrecht sein.“
„nicht einmal gott mag das behüten – er kennt sich mit irrtümern aus“, setzt zennn dagegen.
und ich sage:

nichts ist so wahr wie heute!

24. Mai 2011

[der anstoss]

sind „denkanstösse“ stuß?
oder sind denkanstöße stuss?

„schluß mit diesen rechtschreibrätseln – schreib wie dir der schnabel gewachsen ist!“ tiln rom sagt’s und will nichts mehr hören.
„zuhören wie man spricht – und man weiß mehr“, sagt zennn zu tiln rom, der zu jedem gedanken einen anstoß braucht. stuß dagegen muß man ihm nicht erst aus der nase ziehen.

23. Mai 2011

kulisse mit volk

Bild: Wiener Volksoper

was die oper widerspiegelt, den betrachter, den es in der kulisse herumtreibt.

5. Mai 2011

[fortschritt im gleichschritt oder umgekehrt]

wenn wir bald den zweiten schritt vor dem ersten machen können
haben wir den fortschritt endlich erreicht

und wir gehen im gleichschritt, schulter an schulter, mit ihm nicht mehr in die zukunft, sondern bleiben in der gegenwart stehen, meint zennn, als er endlich bemerkt, wie sehr er dem fortschritt hinterher hinkt.

5. Mai 2011

[schlechte hälfte lebt auch gut]

es ist immer gut eine bessere hälfte zu haben
dann lebt die schlechtere ihr leben leichter

sagt tiln rom, der sich hälfte genug ist.

2. Mai 2011

[plündern, sengen und feiern]

Bild: Rettung durch Plünderung

„pünktlich zur auferstehung: rettung durch plünderung?“ sinniert zennn vor einem plakat. „bestimmt kein zufall! aber wie sind die zusammenhänge?“

„nicht so tief denken! plündernde haufen bringen geld in die stadt und schleppen tütenweise krimskrams und nic nacs hinaus. — und später im jahr folgt das fest der »stadtbeschießung« – ein wahres feuerwerk!“ sagt tiln rom, der sich schon riesig auf das höllenfeuer freut.

2. Mai 2011

[o-w-w-w. besser nicht trennen]

Bild: Die Gril-Lasche

„sind das die trennungsschmerzen, von denen so viele reden?“, fragt zennn den grammatikalisch unbedarften, aber doch trennungserfahrenen tiln rom.

‚diese kopfgeburten – ach wie selig!‘, denkt tiln rom über seinen intimus, ‚haben ja keine ahnung vom leben!‘
er seufzt mit mir in plötzlich aufwallender erinnerung an erleidetes, verzeihung: erlittenes.

2. Mai 2011

[der video-teaser]

Bild: Dramatisches Video

„wenn du es nicht gesehen hast, glaubst du es nicht“, sagt tiln rom zu zennn.
„um etwas zu glauben, muß ich es nicht sehen“, antwortet zennn müde, sooo müde.

er will nicht hinsehen! dabei müßte er nur klicken, bitte einmal klicken, schreibe ich, der ich so neugierig auf alles bin.

2. Mai 2011

[nicht neu für nimmersatte]

Bild: After Party Werbung

„schauen sie rein“, bittet der türsteher tiln rom mit einem bückling.

„danke für die einladung“, antwortet er höflich, nachtschwärmerisch nach etwas picantem unterwegs. „ich fühle völle“.

2. Mai 2011

[nie und immer jetzt]

im immer und im nie gibt es kein jetzt

„wahrscheinlich gut erkannt“ meint tiln rom zum allerneuesten weistum von zennn.
„ich kann bei diesem gedanken aber nicht immer stehenbleiben. ich muß jetzt wieder weiter“, verabschiedet er sich von seinem freund.

„entferne dich nicht zu weit“, gibt ihm zennn mit auf den weg, der etwas enttäuscht seinen gedankenschweren kopf hängen läßt. ‚er hat mich nicht richtig verstanden. er versteht mich nie richtig!‘

2. Mai 2011

[german language facility services not to be translated, beware!]

Bild: Bahn Facility Management

„heißt so die firma, bei der sie arbeiten?“, frägt tiln rom die reinigungskraft, die jeden morgen kräftig reinigen muß. … „die bahn!“, schüttelt er sein uneinsverständnis ab: „strange!“ wiederholt es für zennn, weil der ihn schriftlich nicht verstanden hat: „sträinsch!“

„ach so, o.k. jetzt hab’ ich’s gedschäkt“ antwortet zennn, der genormtes denglisch nicht auch wirklich nicht mag.
„gechecked?“ „ja, gedschäkt.“